ÜBERWACHUNG I – Es war einmal die Privatsphäre

1. DU SOLLTEST WISSEN, WAS DU DA SAGST, WENN DU MEINST: ‚IST MIR DOCH EGAL?!‘

Just say No„[…] Hinter dem Satz „Wer nichts zu verbergen habe, müsse auch nichts befürchten“ steckt viel Hoffnung, aber auch Naivität. Wer weiß, wer mit wem schläft, wer mit wem kommuniziert, wer wen wählt, wer wovon träumt und wer wann in seiner Jugend einen Joint geraucht oder einen Seitensprung hatte, der hat Macht über andere. Egal, ob sexuelle Vorlieben, Krankheiten oder Träume: Jeder von uns hat etwas zu verbergen oder kennt oder liebt Menschen, die Geheimnisse haben. Es gibt Dinge, die wir vor unseren Eltern verbergen, vor unseren Partnern, vor unseren Kindern, vor unserer Krankenkasse, vor unseren Freunden. Einige Dinge verbergen wir sogar ganz gerne vor uns selbst. Das Grundgesetz sieht ausdrücklich vor, dass wir Geheimnisse vor dem Staat haben. Aber der Staat nimmt sich mehr und mehr das Recht heraus, abzuhören statt zuzuhören.
[…]
Ich möchte meinen Kindern keinen schlüsselfertigen Überwachungsstaat hinterlassen. Ich weiß nicht, wie die politische Lage im Jahr 2050 sein wird. Wissen Sie es etwa?“

http://tinyurl.com/kpwhbs3

2. PROTEST IN ZEITEN DES DIGITALEN INDIVIDUALISMUS

Das Recht auf Faulheit„…Dieses Prinzip hat deshalb totalitären Gehalt, weil Daten, die heute erhoben werden, auch in Jahrzehnten noch Repressionspotenzial haben. Was die digitale Unterwerfung allerdings erst geschichtlich bedeutsam werden lässt, ist die Totalität, mit der sie verteidigt wird.

Eine weitere Besonderheit ist die nun offenbar werdende Ohnmacht westlicher Zivilgesellschaften: Wie ist zu erklären, dass die Verehrung von Bürgerrechten rhetorisch oberste Priorität genießt und die gigantische Ausspähung privater Daten für massive Empörung sorgt – aber bei Straßenprotesten kaum mehr als 200 Menschen zusammenkommen?…“

http://taz.de/!119463/

3. ZUR VERBINDUNG VON ÜBERWACHUNG UND MILITÄRISCHEM APPARAT‘

Surveillance„Persönliche Daten haben nichts mehr mit Name, Adresse, Alter und Geschlecht zu tun – all das lässt sich mittlerweile in manchmal   nur drei Schritten herausfinden. Daten im einundzwanzigsten Jahrhundert sind Erzählungen über unsere Zukunft, die wir  nicht kennen. Nicht die Daten in unserem Pass sind, wie sich mittlerweile herumgesprochen haben dürfte, die Hintertreppe in unsere Seele, sondern deren Kombination zu neuen Lebensnarrativen über unseren digitalen Doppelgänger.“

http://tinyurl.com/lq7lhco

4. NOAM CHOMSKY

Über gooutsidewien

Ziel unserer Arbeit ist eine vergrößerte Transparenz politischer Strukturen und eine breitere Sensibilisierung der demokratischen Öffentlichkeiten für Entscheidungsprozesse und zugrundeliegende Machtverhältnisse im nationalstaatlichen und internationalen Kontext. Unser Anliegen ist es, aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen vielfältig, langfristig und in Zusammenhang darzustellen, zu diskutieren und kreativ zu bearbeiten. Auf diese Weise möchten wir in der breiten Öffentlichkeit ein Bewusstsein wecken, das sich Abseits der schnelllebigen Einseitigkeit vieler Mainstream-Medienformate bewegt - in Anbetracht der 'Geschwindigkeit unserer Zeit', sollen langfristige und tiefgreifende Auswirkungen gegenwärtiger Prozesse und Zusammenhänge betont und eine breitere Auseinandersetzungen mit ihnen angestoßen werden. Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, den Blick für strukturelle Machtverhältnisse zu öffnen und Brücken zwischen unterschiedlichen Thematiken schlagen, um einem sich weiter verbreitetenden 'Blasen-Denken' entgegenzuwirken. Deshalb beziehen wir uns nicht auf tagespolitische Ereignisse, sondern versuchen, aktuelle Entwicklungen in einen größeren Zusammenhang zu setzen. In diesem Bemühen sind wir unabhängig und parteipolitisch neutral. Wir verfolgen keine politische Agenda im Sinne interessengeleiteter Präsentationen einseitiger Positionen oder der langfristigen Förderung politischer Parteien - im Gegenteil sehen wir uns schlicht als Bestandteil einer Zivilgesellschaft in Zeiten der Mediendemokratie.

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